Seven Pounds
Seven Pounds (Sieben Leben | 2008)
Darsteller | Will Smith | Rosario Dawson | Woody Harrelson
Regisseur | Gabriele Muccino
Drehbuch | Grant Nieporte
Premiere | 08. Januar 2009
Ben Thomas (Will Smith) verschuldet bei einem Autounfall den Tod von sieben Menschen, darunter den seiner Verlobten. Er beschließt, das Leben von sieben Menschen, von denen er sechs vorher nicht kennt, zum Besseren zu ändern, um seinen Fehler wieder gutzumachen.
Vielleicht liegt es an Will Smith, der mir in seinen ernsten Rollen einfach nicht recht gefallen will, vielleicht an der verworrenen und unlogischen Geschichte, aber Seven Pounds hat es über seine ganze Länge nicht geschafft, mich für ihn einzunehmen. Das ist schade, den was ich über die Story vorher gelesen hatte klang interessant, die Umsetzung ist es aber leider gar nicht. Und wenn ich mir den Tomatometerwert von 27% ansehe bin ich mit meiner Einschätzung offensichtlich auch nicht alleine.
Soul Kitchen
Der neue Film von Fatih Akin, Soul Kitchen, startet nach seiner Premiere auf dem Filmfest Hamburg im September am 25. Dezember regulär in den Kinos. Ich habe den Trailer nun schon einige Male auf der Leinwand gesehen, und er macht wirklich Lust auf den Film:
Normalerweise würde hier jetzt noch ein weiterer Text stehen, der einen anderen Aspekt des Themas anspricht. Da ich aber keine Lust auf Abmahnungen, Klagen und Gegendarstellungen habe und Artikel, die sich mit dem Thema beschäftigen, im Moment aus den Archiven einiger Tageszeitungen verschwinden (warum auch immer), steht hier einfach gar nichts zu diesem Sachverhalt. Ich verlinke auch lieber nicht auf diese Artikel, sonst wirft mir irgendein Anwalt nachher noch vor, ich hätte mir deren Argumentation zu eigen gemacht.
Und nun zu etwas (natürlich) vollkommen anderem. Wer gerne ein interessantes Buch lesen möchte, dem sei Hotel Monopol (Ventil Verlag) von Alexander Wall empfohlen.
Love Happens
Love Happens (Love Happens | 2009)
Darsteller | Aaron Eckhart | Jennifer Aniston | Martin Sheen
Regisseur | Brandon Camp
Drehbuch | Brandon Camp | Mike Thompson
Premiere | 12. November 2009
Burke Ryan (Aaron Eckhart) hat den Unfalltod seiner Frau dadurch verarbeitet, dass er einen Trauerratgeber geschrieben hat, der zum Bestseller wurde. Drei Jahre später ist er nun auf Promotiontour in Seattle, der Stadt, in der seine Schwiegereltern leben, zu denen er seit der Beerdigung jeden Kontakt abgebrochen hat. Wie nicht anders zu erwarten trifft er zu Beginn des Filmes die Floristin Eloise Chandler (Jennifer Aniston), in die er sich natürlich prompt verlieben muss.
Eine vorhersehbare Liebesgeschichte von der Stange, gemischt mit einer tragischen Hintergrundstory, ergibt einen klebrigen, schwer erträglichen Film. Da kann ich Aniston noch so viel Zuneigung und Wohlwollen entgegen bringen, das war leider gar nichts.
Klassiker der Filmkomoedie – Ringvorlesung Uni Kiel
In diesem Wintersemester veranstaltet das Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der CAU Kiel wieder einmal eine Ringvorlesung zum Thema Film, genauer gesagt zu 'Klassiker der Filmkomödie'. Jede Vorlesung beginnt um 18 Uhr c.t., Ort ist Hörsaal 3, Olshausenstraße 75.
Die behandelten Filme reichen dabei zeitlich von The General (1926) mit Buster Keaton bis zu Shrek (2001). Fünf der behandelten Filme werden am Samstag vor der entsprechenden Vorlesung in der Pumpe gezeigt (Programm als pdf). Leider sind es nicht alle, wenn ich aber an die schwach besuchte Vorstellung von Und täglich grüßt das Murmeltier denke kann ich schon verstehen, dass man den Aufwand nicht für jeden Film betreibt. Meine dringende Empfehlung: hingehen!
The Accidental Husband
The Accidental Husband (Zufällig verheiratet | 2008)
Darsteller | Uma Thurman | Jeffrey Dean Morgan | Colin Firth
Regisseur | Griffin Dunne
Drehbuch | Mimi Hare | Clare Naylor | Bonnie Sikowitz
Premiere | 13. November 2008
Ich bin ein großer Fan von RomComs. Das meine ich wirklich ernst, nicht umsonst ist einer meiner Lieblingsfilm Groundhog Day. Man kann also nicht sagen, ich hätte Zufällig verheiratet von Anfang an keine Chance gegeben. Gut, der Plot ist nicht sonderlich originell - die erfolgreiche Radiomoderatorin Dr. Emma Lloyd (Uma Thurman), die in ihrer Sendung anderen Frauen Tipps in Beziehungsfragen gibt, überzeugt die Verlobte des Feuerwehrmannes Patrick Sullivan (Jeffrey Dean Morgan) davon, ihn doch nicht zu heiraten. Dieser will Rache nehmen, verliebt sich in sie, und sie weiß plötzlich nicht mehr, ob sie ihren Verlobten (Colin Firth) oder den Feuerwehrmann will.
Vorhersehbare, behäbige Standardkomödie. Einziger Lichtblick ist das Ehepaar aus Bayern, mit dem sich Sullivan über Lukas Podolski und Jürgen Klinsmann unterhält:
'I actually just came from soccer practise.'
'You play football?'
'Well, I'm no Lucas Podolski.'
[...]
'Why don't you use Klose on defence? He's been under-utilised.'
'That's what I told that stupid coach.'
'Klinsmann? Gotta go.'
Juli 2009: Kinofilme
Mit ziemlicher Verspätung ein paar Sätze zu den Kinofilmen, die ich im Juli gesehen habe:
- Der Dorflehrer (Venkovský ucitel)
Der Film erzählt die Geschichte von Petr, der als Biologielehrer an eine kleine Dorfschule kommt, nachdem er zuvor in Prag unterrichtet hat. Man ahnt schnell, das dort etwas vorgefallen ist, was ihn die Flucht aufs Land hat antreten lassen. Leider hat der Film neben einer vorhersehbaren Handlung nur viele Klischees zu bieten. Keine Empfehlung. - Nachts im Museum 2 (Night at the Museum: Battle of the Smithsonian)
Wem der erste Teil gefallen hat wird auch mit der Fortsetzung zufrieden sein. Alle Charaktere des ersten Films sind wieder mit dabei, angereichert durch einige neue historische Personen. In offiziellem Werbematerial wird bestimmt "ein Spaß für die ganze Familie" stehen, bei mir fällt es aber unter die Kategorie "nett anzusehen, aber kurz darauf auch wieder vergessen". - Brüno (Brüno)
Der neue Film von Sasha Baron Cohen wirbt mit der Tagline Borat was so 2006. Das mag stimmen, allerdings war Borat auch der bessere Film. Im Gegensatz zu Brüno gelingt es Cohen dort, die Amerikaner zu absolut ehrlich gemeinten Aussagen zu verleiten (oder zumindest diese Illusion zu erzeugen, da man ja nie genau weiß, welche Szenen inszeniert und welche real sind). Mit dem abgedrehten österreichischen Modejournalisten funktioniert das nicht halb so gut. - Helden aus der Nachbarschaft (Helden aus der Nachbarschaft)
Ein unglaublich sympathischer kleiner Film aus Deutschland, der uns in die Welt von sechs Menschen in Berlin, Prenzlauer Berg entführt. Es gibt einen Psychologen, eine Fernsehmoderatorin, eine Bäckerin und einen Glas essenden Feuerwehrmann, deren Leben alle miteinander verbunden und ineinander verwoben sind. Ein zauberhafter Film. Unbedingt ansehen, wenn sich die Möglichkeit ergiebt. - Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los (Ice Age: Dawn of the Dinosaurs)
Der größte Unterschied zu Teil 1 & 2 dürfte sein, dass Scratch jetzt eine Freundin hat. Eine routinierte Fortsetzung. - Harry Potter und der Halbblut-Prinz (Harry Potter and the Half-Blood Prince)
Was ich für Ice Age 3 schrieb passt hier genauso: Eine routinierte Fortsetzung, bei der ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, dass es sie nur gibt, um auf den letzten Teil hinzuführen. - Fräulein Stinnes fährt um die Welt (Fräulein Stinnes fährt um die Welt)
Bevor ich diesen Film gesehen habe war mir der Name Clärenore Stinnes nicht geläufig, dabei hat sie Großes vollbracht. Zusammen mit ihrem damaligen Kamera- und späteren Ehemann hat sie als erster Mensch von 1927 bis 1929 die Welt mit einem Auto umrundet. Der Film ist ein Mix aus originalen Filmaufnahmen in schwarz-weiß und nachgestellten Spielszenen in Farbe.
Um es kurz zu machen, der Film hat mir nicht gefallen. Die eigentliche Geschichte ist sicher interessant, die Umsetzung ist nicht gelungen. Die nachgestellten Szenen wirken wortwörtlich gestellt -- Menschen in 20er Jahren Kostümen stehen in der Landschaft und sagen Texte auf. Außerdem ist es ungemein hilfreich, wenn die Schauspieler den Vorbildern ähnlich sehen und ungefähr das passende Alter habe. So bleibt ein ärgerlicher Film, was schade ist.
Juli 2009: DVDs
- Stirb langsam 4.0 (Live Free or Die Hard)
Der vierte Teil des überaus erfolgreichen Franchise (wir erinnern uns: der Film fängt an, und nach kurzer Zeit rettet Bruce Willis im blutigen Unterhemd die Welt) macht ebenso Spaß wie die drei Filme davor. Außerdem spielt Kevin Smith mit. - Ratatouille (Ratatouille)
Wenn Disney und Pixar einen Film über eine kleine Ratte machen, der eigentlich ein ganz großer Koch ist, dann stört die doch arg konventionelle Machart des Films gar nicht sonderlich. Er ist einfach zauberhaft. - Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter and the Order of the Phoenix)
Da ich Film Nummer fünf leider im Kino verpasst habe musste ich ihn noch schnell ansehen, bevor ich Harry Potter und der Halbblutprinz im Kino schaue. Kurzfassung: Fügt sich nahtlos ein, wem die anderen Teile gefallen, der ist hier auch gut bedient (merkt man, dass ich nicht der riesige Potterfan bin?).